Embedded Testing & Clean Code Days 2018

Am 19. Juni ging es für Lutz und mich nach München Riem ins NH München Ost Konferenzcenter zur Embedded Testing 2018. Dieses Jahr gab es zusätzlich eine Preconference zum Thema „Model Based Testing“, bei der wir unseren Vortrag „Softwareentwicklung aus der Sicht eines Rollenspielers“ präsentieren durften. Gleichzeitig fanden dort auch die Clean Code Days statt. So hatten wir die Möglichkeit, gleich zwei Konferenzen zu besuchen.

Preconference Model Based Testing

Los ging es für uns nach der Ankunft mittags im NH Hotel erstmal mit einem sehr leckeren Essensbuffet zur Stärkung. Anschließend besuchte Lutz einen Vortrag, während ich nochmal über meinen Text für unsere Präsentation gelesen habe. Nach der Vorbereitung und einem Technik- und Soundcheck ging es dann endlich für uns los. Unser interaktiver Rollenspielvortrag kam auch bei den Zuschauern gut an. Das Feedback war sehr positiv und wir hatten im Anschluss noch ein paar tiefergehende Gespräche.

Clean Code Days

Da ich bisher nicht im Embedded-Bereich gearbeitet habe, waren für mich die Vorträge der parallel stattfindenden Clean Code Days noch interessanter.

Clean Code ist Teamsport

Embedded Testing & Clean Code Days 2018

Die erste Session behandelte das Thema „Clean Code ist Teamsport“. Nach der allgemeinen Einführung in Clean Code erzählte der Vortragende etwas über die Wichtigkeit von Kommunikation in einem Team und deren Einfluss auf die Codequalität. Schlechter Code lässt sich durch die vorhandene technische Schuld quantifizieren. Technische Schuld ist von außen nicht sichtbar, hat aber einen negativen Wert, da Mehraufwand notwendig ist, um z.B. den unsauberen Code zu ändern. Ergänzend dazu stellte der Vortragende ausführlich ein Tool zum Messen von technischer Schuld vor, nämlich SonarQube.
Auch wenn das Thema technische Schuld sehr interessant war, hätte ich mir mehr zum Thema Teamsport und weniger Tool-Vorstellung gewünscht.

Plötzlich Clean Coder! Und jetzt?

Auch der folgende Vortrag „Plötzlich Clean Coder! Und jetzt?“ war spannend, ich hatte jedoch etwas anderes erwartet. Die Referentin sprach über die Geschichte der Organisationsentwicklung, vom impulsiv organisierten Wolfsrudel zur pluralistischen Gesellschaft. Das Fazit aus dieser Entwicklung ist, dass für Veränderungen immer auch ein Kulturwandel nötig ist bzw. dieser daraus entsteht. Das trifft auch auf die Umsetzung von Clean Code zu, da es nur im Team zusammen wirklich funktionieren kann.

Anwendungen vom Single Responsibility Principle

Nach dem (wie am Vortag sehr leckeren) Mittagessen ging es für mich weiter mit Beispielen für die Anwendung des Single Responsibility Prinzips. Dieses besagt, dass jede Klasse oder jedes Modul nur eine definierte Aufgabe erfüllen soll. Wie das interpretiert werden kann und wie man es umsetzen kann, hat der Vortragende anhand von kleinen Codebeispielen erläutert und gezeigt.

What is software as a craft?

Im für mich leider schon letzten Vortrag ging es um die Frage, was Software Crafting eigentlich ist. Der Referent erklärte die drei Schlüsselkonzepte „Deliberate practice“, „Open Space Technology“ und „Apprenticeship“.

Bei deliberate practice (= bewusstes Üben) geht es darum, sich konsequent weiterzubilden und sich nicht auf seinen Fähigkeiten auszuruhen. In Open Spaces soll man sich treffen und austauschen und schließlich das eigene Wissen an andere weitergeben. Dadurch entsteht eine Community von Softwareentwicklern, die zusammen üben, lernen und sich austauschen.

Mit dieser Inspiration endeten für mich die Embedded Testing und die Clean Code Days 2018. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich habe einiges mitgenommen und freue mich, dass wir unseren Vortrag präsentieren durften.

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