TEA – ein Selbstorganisations-Framework (Teil 2/Energie)

Teil 2 unserer Blogserie zum Selbstorganisations-Framework TEA befasst sich mit dem Thema Energie. (Teil 1 findet ihr hier.) Wie das mit der Selbstorganisation zusammenhängt, möchte ich euch in diesem Post ein wenig erläutern. Es gilt die einfache Regel „Je mehr Energie man hat, desto produktiver ist man“. So einfach das klingt, so schwer ist es in der Praxis umzusetzen. Schauen wir uns doch mal die möglichen Stellschrauben genauer an.

Schlaf fördert Energie

Wer kennt das nicht. Der Wecker klingelt. Man sollte aufstehen, weil der Tag komplett durchorganisiert ist und viele Aufgaben darauf warten erledigt zu werden. Doch der Körper sagt: Nö – ich will noch liegenbleiben!

Lightbulb

Kennt ihr? Dachte ich mir. Was bringt die beste Tagesplanung, die beste Strategie, um große Aufgaben anzugehen, wenn man schlicht und ergreifend zu müde ist diese anzugehen.
Schlaf ist wichtig. 6-8h pro Tag sollten es schon sein. Ein Powernap zwischendurch? Gerne! Hier heißt es aber: Hört auf euren Körper. Manch einer verträgt 10-15 Minuten super, ist aber bei mehr als 20 Minuten Schlaf komplett durch den Wind. Hier muss jeder für sich selbst experimentieren.

Auch der sogenannte „Sleepcycle“ spielt eine Rolle, grob unterteilt in Wach, Schlaf und Tiefschlaf. 90 Minuten dauert ein Phasendurchlauf in der Regel. Berücksichtig ihr das beim Stellen eures Weckers oder lasst euch gleich von einer entsprechenden App wecken, startet ihr morgens garantiert wacher in den Tag!

Ausgewogene Ernährung als hochwertiger Treibstoff

In Bayern ist es das Schäuferla mit Kloß und Soß‘. Im Norden eher das Schnippo. Der Produktivitätskiller, wenn ihr meint so etwas gehört in der Mittagspause in den Magen. Danach ist der Körper so mit Verdauen beschäftigt, dass ein konzentriertes Arbeiten nahezu unmöglich ist. Eine gute Ernährung kann uns helfen, auf den Punkt fit zu bleiben, nicht umsonst werden Nüsse gerne auch „Brainfood“ genannt. Unser Körper braucht Nahrung als Treibstoff. Ist dieser von minderer Qualität, geht uns langfristig der Sprit aus…

Auch hier gibt es keine Pauschallösung. In erster Linie solltet ihr das essen, was euch schmeckt. Ausgewogen und mit wenig Rotfleischanteil. Dann macht ihr nichts verkehrt und kommt ohne Supplemente prima durch den Tag. Hütet euch allerdings vor zu viel Zucker! Dieser ist nicht nur Volksdroge Nummer eins, er pusht euch auch kurzfristig durch eine schnelle Erhöhung des Insulinspiegels im Körper. Was allerdings schnell wirkt, verfliegt auch genauso schnell wieder und ihr landet am Ende in einem regelrechten Energieloch.
Als Buchempfehlung sei hier Der Ernährnugskompass von Bas Kast empfohlen.

Energie-Lieferant: Fitness

Jaja, ich weiß. Sport ist Mord. Denkt ihr! 3x pro Woche rund 30 Minuten und ihr fühlt euch wie neu geboren. Glaubt ihr nicht? Probiert es aus!
Hier gilt die Devise: Lieber oft als selten und lieber kurz als lang. Ein Lauf von 2h pro Woche bringt euch weniger als 4x30min auf verschiedene Tage verteilt.
Neben dem positiven Effekt, dass eure Ausdauer mit der Zeit immer weiter ansteigt, werdet ihr auch feststellen, dass der Sport einem gut dabei helfen kann den Kopf freizubekommen.
Ach ja, unser Körper ist ein Gewohnheitstier. Fordert ihn also jeden Tag aufs Neue heraus und macht nicht immer ein und dasselbe. Was bringt das jetzt für meine Selbstorganisation? Ganz einfach, eure Belastbarkeit und die Ausdauer steigen, dadurch seid ihr in der Lage euch länger zu konzentrieren und fokussiert die anstehenden Aufgaben zu erledigen.

Motivation

Shark

Die anstehende Aufgabe schaut echt zeitintensiv und schwer aus, ob ich das schaffe? Was denkt ihr passiert hier? Werdet ihr mit solchen Gedanken frisch und freudig an die Arbeit gehen? Eher nicht. Sucht euch Ankerpunkte, um eure Motivation immer positiv zu halten. Im Sport wäre so etwas zum Beispiel der Zieleinlauf eines schweren Wettkampfes. In der Arbeitswelt wie ihr ähnlich umfangreiche Aufgaben erfolgreich umgesetzt habt usw.
Vielen hilft auch eine Veränderung. Raus aus dem Büro ab in den Garten oder an die frische Luft. Die Lieblingsmusik kann auch helfen, wieder motiviert ans Werk zu gehen.
Es kann auch helfen sich das „Warum“ klar zu machen, also „Warum mache ich das hier gerade?“. Simon Sinek hat darüber ein ganzes Buch geschrieben und auch Daniel Pink hat mit Drive eine sehr gute Lektüre zu diesem Thema verfasst.

 

Energievampire

Schlaf, Ernährung, Fitness bringen euch Energie, keine Frage. Aber es gibt auch vieles, was euch Tag für Tag die Energie raubt.
Zu viele Kontextwechsel sind hier als Erstes zu nennen. Ihr braucht im Schnitt pro Kontextwechsel 15 Minuten, um wieder dort weiterarbeiten zu können, wo ihr vorher unterbrochen wurdet.

Stress ist ein weiterer Vampir. Hier spricht man von zwei Arten von Stress: Eustress – er wird als positiv erachtet – und Distress – hier hat der Stress deutliche negative Auswirkungen auf euch und eure Energie. Abhilfe schaffen eine gute Planung mit gesetzten und realistischen Zielen, Sport(!) und auch Meditation. Weiterhin nützlich ist eine Tagestruktur mit wiederkehrenden Ritualen. Beispielsweise jeden Morgen von 06:00 Uhr bis 07:00 Uhr laufen gehen, dazu liegen die Laufsachen schon am Vorabend bereit und ich muss morgens nichts mehr suchen. Gleiches gilt für die Wahl der Bekleidung. Am Vorabend den Kalender gecheckt und entsprechende Tageskleidung rausgelegt spart am Morgen, wenn man eh noch nicht richtig wach ist, Energie und Zeit.
Macht euch auch Gedanken zum Thema Wissensmanagement, was speichere ich wo und wann. Das spart ungemein Zeit, wenn später die benötigten Informationen schnell im Zugriff sind und man sich nicht durch diverse Suchen quälen muss.

Ihr seht, das Thema Energie ist es durchaus Wert beachtet zu werden. Hier könnt ihr relativ viel mit relativ wenig Einsatz positiv verändern. Lasst euch diese Chance also nicht entgehen.

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