Rise Of The Motivation – Wait, Raise and Collect

© Johannes Bergmann

Donnie möchte sich in seiner Arbeitsumgebung und bei seinen Kollegen*innen wohlfühlen. Um gemeinsam das eigene Projekt mit viel Motivation auf die nächste zu Stufe bringenhilft es auch, sich persönlich weiterzuentwickeln, findet Donnie.

In fast jedem Spiel gibt es Ränge, in denen man aufsteigen kann. Je höher man klettert, umso länger dauert es für gewöhnlich, die nächste Stufe zu erreichen.  
Das Sammeln von Erfahrung kann zu einem Aufstieg beitragen. Gleichermaßen motiviert das Ergattern von Erfolgssymbolen, wie z.B. Medaillen, Sternen oder Trophäen.

In Form von Zertifikaten und anderen Auszeichnungen, können diese auch im Alltag allgegenwärtig sein. Dem Protagonisten wird ein Anreiz gesetzt, diese zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Der Spieler soll das Gefühl haben, die Erfolge und die ergatterten “Symbole” erarbeitet zu haben. Eine inflationäre und unbedachte Ausschüttung kann schnell das Gegenteil bewirken. Man muss gefühlt nichts mehr investieren, um weitere Leistungen zu erzielen. Die nächste Ebene der persönlichen Entwicklung wird vermeintlich so oder so erreicht und das mindert die Motivation.  

Diese “Karrierestufen” existieren auch in Unternehmen, denkt sich Donnie. Durch die daraus folgenden Belohnungen und eine höhere Stellung, möchte man diese Leiter weiter erklimmen. Das steigert seine Motivation und die seiner Kollegen, sich weiterzuentwickeln. 

 

Achievement Symbols: Development & Accomplishment +1  

Man kann allerdings nicht immer nur hart für Zertifikate und seine Karriereleiter arbeitenDonnie findet, dass man sich auch mal eine Pause gönnen muss. Mit diesen Gedanken beschließt Donnie einen Spaziergang um den Block zu machen. Um die Zeit auch hierbei sinnvoll zu nutzen, zückt er sein Handy. Er frönt einer seiner liebsten Beschäftigungen – dem Erweitern seiner Pokémon-Sammlung. 

Ein wichtiger Punkt in diesem Spiel ist das Vervollständigen einer Kollektion. Dies motiviert den Besitzer, weiter Zeit und Fleiß zu investieren, bis man letztendlich seine Sammlung vervollständigt hat. Genauso wie Taschenmonster können auch Auszeichnungen wie Zertifikate gesammelt werden. Gibt es davon eine ganze Kollektion, motiviert es den Mitarbeiter, diese zu erweitern. Der Mitarbeiter wird angespornt, sein gefährliches Halbwissen zu komplettieren. 

Wie würde dieser Aspekt aus den Augen einer Team- oder Unternehmensleitung aussehen? Donnie stellt sich vor, wie neue fähige Mitarbeiter für sein Team oder das Unternehmen “gesammelt” werdenDas Ziel ist dabei, den Mitarbeiterstamm zu erweitern. 

 

Collection Set: Ownership & Possession +1 

Nicht nur das Sammeln alleine steht bei Pokémon im Vordergrund. Das Trainieren und Weiterentwickeln der gefangenen Taschenmonster ist ein ebenso wichtiger Teil des Spieles. Es sind seine eigenen “Babys”, die er mühevoll gesammelt hat. Ähnlich wie bei einem Tamagotchi betreut er diese von Grund auf. Sie sind ihm ans Herz gewachsen. Das ist ein wesentlicher Punkt, warum sich der Besitzer auch weiterhin liebevoll um sie kümmert.

Der eigene Besitz ist also ebenfalls ein Motivationstreiber. So jedenfalls analysiert es das Oberstübchen von Donnie. Wenn man ein Projekt von Anfang an aufbaut, ist das Interesse deutlich größer. Man möchte es mit voller Hingabe betreuen und zu seiner Vollendung führen. Donnie fühlt sich für seine Projekt nicht nur verantwortlich, sondern versteht sich auch als Repräsentant. Dadurch strebt er als Schöpfer nach Perfektion, auf der Suche nach tiefer Zufriedenheit. Es ist schließlich sein “Baby”. 

 

Build from Scratch: Ownership & Possession +1 

Der Weg, das eigene Projekt umsetzen zu können, ist allerdings lang. Auch in der Wirtschaft wird um das Objekt der Begierde erst einmal gebuhlt und gekämpft. Letztendlich möchte man dieses ergattern und sein Eigen nennen dürfen. Fernab von wirtschaftlichen Gründensind wir motivierter, wenn etwas schwierig zu erreichen ist. Wir haben die natürliche Tendenz, Dinge haben zu wollen, die wir nicht haben können. 
Eine Spielemechanik hierfür wäre ein Countdown. Dieser begrenzt ein Kontingent und steht für die ExklusivitätEr teilt dem Interessenten mit: Jetzt oder nie!  

Während seinem Spaziergang bekommt Donnie eine wichtige Benachrichtigung. Ab jetzt stehen wieder Tickets für das begehrte Software Engineering Camp zur Verfügung. 
Wartet er hier zu lange, entgeht ihm ein liebevoll organisiertes Event mit atemberaubenden MitstreiternEs bietet Spiel, Spaß, Spannung und einegewaltigen Erfahrungsaustausch. 

 

Count Down: Scarcity & Impatience +1 

Donnie ist im Kaufrausch und sichert sich seine SWEC Karte sofort. Er beschließt zum Abschluss des Tages, mit dem Geld ausgeben weiter zu machen. Es findet nämlich gerade ein spezieller Verkaufstag in seinem favorisierten Onlineshop statt. Auf diesen Tag hat er mit dem Kauf seiner Weihnachtsgeschenke schon lange gewartet. 

„Appointment Dynamics“ ist die Bezeichnung solcher Auslöser. Sie sind um einen bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum aufgebaut. Ihr Ziel ist es, die Person zum wiederkehren zu animieren. Anders als externe Auslöser (Erinnerungen), fungieren sie als interne Auslöser Das heißt, sie triggern natürliche Reaktionen des Menschen auf gewisse Erfahrungen. Ein Beispiel hierfür ist das Bereitstellen von Mülltonnen. Diese sollten alle zwei Wochen für die Müllabfuhr an der Straße stehen. Eine Art innere Uhr erinnert einen, die Tonne am Abend vorher rauszustellen. Angenommen der Müll wird jeden Tag abgeholtist die Wahrscheinlichkeit der Prokrastination höher. Man schiebt es bis zu dem Zeitpunkt auf, an dem die Tonne überläuft. 
 

Appointment Dynamics: Scarcity & Impatience +1 

Die Weihnachtsgeschenke online zu kaufen, ist für Donnie mal wieder sehr bequem. Heutzutage können die Pakete zu jeder Tag- und Nachtzeit erworben werden. Sie können aber auch noch ganz andere Überraschungen bieten… 

tbc

Claudia Filpes

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