Rise Of The Motivation – Power And Influence

Donnie - Held der Motivation
© Johannes Bergmann

Nachdem Donnie seinen Kollegen*innen die Idee der Open Source Projekte, um die Motivation zu steigern, unterbereitete, sind alle begeistertSie wollten es gleich der Firmenleitung vorstellen, um sich dafür Zeit einräumen zu dürfen. Für Donnies Suche nach weiteren Ideen fehlt ihm allerdings der Anhaltspunkt. 

Im Gegensatz zu seinem eher strikten Projektalltag, weiß er nicht genau wie er weitermachen soll. Vor ihm erscheint keine priorisierte lieblose Aufgabenliste, die er Stück für Stück abarbeiten kann. Die Möglichkeit, sich frei zu entfalten und in allen Richtungen nach der nächsten Herausforderung zu suchen, gefällt Donnie aber ausgesprochen gut. 

Solche Freiräume würden sich vermutlich auch im Projektalltag unterbringen lassen, überlegt sich Donnie. Die Möglichkeit, sich in Nebenprojekten kreativ zu entfalten, klingt verlockend. Losgelöst von sämtlichen Zwängen und Einschränkungen einfach Dinge auszuprobierenWer möchte nicht gerne etwas entwickeln, das man ohne Probleme wieder einreißen und neu aufbauen kann. Vorausgesetzt es wird den eigenen Ansprüchen oder äußeren Anforderungen nicht gerecht. 

Bei solchen Projekten steht das Bedürfnis, sich frei zu entfalten, im Fokus. Schnelles Feedback bringt neue Erkenntnisse mit sich, auf die man reagieren kann. Dies ist wie beim Lego bauen ein wesentlicher Motivationstreiber. Ein weiteres Beispiel ist das Prototyping. Hier wird durch Ausprobieren unterschiedlicher Lösungsansätze ein bestimmtes Problem bewältigt. Dieses Erlebnis wird auch als Spielmechanik genutzt. Es gleicht dem Gefühl einen übermächtigen Endboss nach diversen Versuchen endlich besiegt zu haben. Auch in solch einer Spielsituation wird versucht, durch Ausprobieren und verschiedenen Herangehensweisen sein Ziel zu erreichen. 

 

Meaningful ChoicesCreativity & Feedback +1 

 

Mächtige Gegner lassen sich allerdings nicht allein durch viele Versuche bezwingen, sondern erfordern Erfahrung und Skills. Das manövriert Donnie gedanklich zurück in seine Vergangenheit. Er erinnert sich an seine Anfänge als Software-Entwickler. An die Zeit, als er ohne viele Erfahrungen und Know-how gegen sein erstes Projekt antreten durfte.  
 
Er bekam damals einen Mentor an die Seite gestellt, der ihm viele Tipps und Tricks zeigteSein Mentor unterstützte ihn in seinem Projekt und band ihn in sein neues Umfeld ein. Statt die größeren und schwierigeren Projekte anzugehen, investierte sein “Pate” sehr viel Zeit und Herzblut in Donnies Entwicklung.

Donnie wünschte sich damals genauso erfahren und fähig zu werden, wie sein großer Meister. Darüber hinaus wollte er auch die Zeit zurückgeben, die sein Mentor in ihn investiert hat Seite an Seite mit den Kollegen für das Unternehmen neue und größere Projekte bezwingen. Es würde ihm schwer fallen von diesem Unternehmen weg zu gehen. Ein Unternehmen, das an ihn glaubt und so viel Zeit und Erwartungen in ihn setzt.

Das ist die Macht der Mentorschaft, eine Spielmechanik im Bereich Social Influence and RelatednessWir sind von Geburt an soziale Wesen, die auf natürliche Weise Empathie empfindenWir werden beeinflusst von dem was andere Fühlen und was sie über uns denken. Deshalb erleben wir unsere schönsten Erfahrungen zusammen mit Familie und Freunden. Andererseits bereitet es uns Stress und Unbehagen, wenn diese Beziehungen nicht gut laufen. 
 
Wie oft hat man selbst schon versucht, aus einem Verein, einer ehrenamtlichen Organisation, einer Kirche auszutreten? Oder sogar eine Beziehung zu beenden? Efällt einem extrem schwer, da man niemanden verärgern oder enttäuschen will.

 

MentorshipSocial Influence & Relatedness +1 

 

Plötzlich wird Donnie aus seinen Tagträumen gerissen. Zwei seiner Kollegen messen sich unüberhörbar und mit großem Engagement in Mario Kart. Durch den gegenseitigen Konkurrenzkampf treiben sie einander zu Höchstleistungen an und steigern die Motivation. Donnie fragt sich, ob das im Job auch funktionieren würdeAlsbald sieht er die beiden nach Beendigung ihrer Auseinandersetzung, teils hoch erfreut, teils niedergeschlagen und frustriert von dannen ziehen. Eine Bestätigung dafür, dass ein Konkurrenzkampf unter Kollegen nicht alle Mitarbeiter positiv beeinflussen würde.

Ein Ranking in Sachen Produktivität würde Mitarbeiter in einen dauerhaften Stresszustand versetzen. Dies würde die Wahrscheinlichkeit auf Burnout und eine verzerrte Arbeitsleistung erhöhen. Darüber hinaus würde man versuchen seine Stellung innerhalb des Rankings zu verbessernSo könnte man beispielsweise nur Personen anwerben, die keine Gefahr für die eigene Stellung bedeuten. 

Anstatt eines dysfunktionalen Konkurrenzkampfes sollte man lieber ein kollaboratives Zusammenarbeiten implementieren. Analog dazu lässt sich ein Basketballteam betrachten. Neben den persönlichen Statistiken wie erzielte Punkte, Rebounds etc., gibt es die Statistik der Assists. Diese repräsentieren die Anzahl an Vorlagen, die zu einem direkten Punktgewinn führten. Umso höher die Anzahl der Assists im Team, umso höher ist der Erfolg des Teams im Durchschnitt. 

Die Arbeitsmoral und der Erfolg eines Projektteams sind also höher, wenn sich Mitglieder gegenseitig unterstützen. Durch die Kombination individueller Fähigkeiten, kann das angegangene Projekt als Gruppenaufgabe bestmöglich erledigt werden. Statt sich gegenseitig zu übertrumpfen, ist das Ziel ein anderes. Man will sich, im Vergleich zu anderen Unternehmen, gemeinsam an die Spitze setzen. Der Mitarbeiter wird nicht nur durch sein soziales Umfeld motiviert, sondern fühlt sich ebenfalls als Teil des Ganzen und möchte gemeinschaftlich ein höheres Ziel erreichen. 

 

Collaboration: Social Influence & Relatedness +1 
Epic Meaning & Calling +1 

 

Donnie weiß, dass das Team im Fokus steht. Allerdings ist ihm auch bewusst, wie wichtig es gerade beim Thema Motivation ist, dass sich jeder individuell selbst fordert. In jedem seiner Kollegen*innen steckt viel PotenzialAber wie kann er das Feuer eines jeden Einzelnen neu entfachen? 

tbc


Claudia Filpes
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