„IoT in Action“ in Nürnberg

Dieses Jahr war ich bei der „IoT in Action“ Konferenz von Microsoft in Nürnberg. Die Ankündigung des Events versprach einen Tag voller IoT mit über 15 Speakern. Pünktlich um 09:30 Uhr begann auch die erste Keynote: Ein grober Überblick über die Geschichte von Microsoft im Bezug auf IoT. Danach folgte ein Vortrag von Søren Lau, dem General Manager EMEA IoT Device Experience. Darin ging es um die Hilfe, die Microsoft anderen Firmen anbietet, um auf IoT umzusteigen. Ein wichtiger Punkt dabei war eine Verschiebung in der Haltung und Mentalität gegenüber Business. Früher war das Geschäft abgeschlossen, sobald man sein Produkt verkauft hat. Heutzutage beginnt die Geschäftsbeziehung damit erst. Kundenbindung und Partnerschaften sind viel wichtiger geworden.

Direkt im Anschluss fanden noch zwei weitere Keynotes statt. In „Intelligent Edge and Intelligent Cloud“ ging es darum, dass durch IoT eine „Digital Feedback Loop“ entsteht. Alle IoT-Geräte sammeln ständig Informationen. Diese Informationen beinhalten zum Beispiel ihre Benutzung, Umgebung und andere verknüpfte Produkte. Früher waren solche Informationen oft verloren. Heutzutage können sie weiterverarbeitet werden. Das führt zu einer ständigen Optimierung des Produktes und der Entwicklung.

Des Weiteren wurde gezeigt, dass Microsoft sowohl am Backend (also in der Cloud), als auch an den IoT-Geräten (den „Edge-Nodes“) aktiv entwickelt. In der Cloud gibt es neue Dienste wie Azure Sphere. Dieses Tool soll der Verbesserung der Security im IoT-Bereich dienen. Für die Edge-Nodes wurde eine neue „Smart Camera“ gezeigt. Außerdem stellten die Speaker die neuen Windows 10 IoT-Editionen vor.

Schutzhelmdetektor & Agile Transformation

@unsplash
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Nach einer kurzen Pause zeigten uns ein paar Microsoft Mitarbeiter einige neue Entwicklungen. Unter anderem zeigten sie eine Kamera, die automatisch detektierte, ob Bauarbeiter ihre Schutzhelme trugen. Wenn der Arbeiter ohne Schutzhelm durch den Kamerabereich gelaufen ist, leuchtete eine Warnlampe auf. Außerdem zeigten sie uns ein System, mit dem man Katastrophensituationen handhaben kann. Im Falle eines Brandes muss nur einer der Anwesenden einen Knopf auf seinem Handy drücken. In einer Zentrale können jetzt die Verantwortlichen eine Notsituation ausrufen. Das sorgt dafür, dass alle Personen im Gefahrenbereich mittels ihrer Handies benachrichtigt werden.

Daraufhin erklärte uns Andrew Smith die vier Schritte der Digitalen Transformation. Von „Business Insights“ über „Operational Efficiencies“ ging es direkt zu „New Business Models“ und den wichtigen „Features and Revenue Streams“. Wichtig aus einer wirtschaftlichen Sicht ist, dass im vierten Schritt neue Möglichkeiten der Monetarisierung sichtbar werden. Doch auch früher können schon Kosten reduziert werden. Im zweiten Schritt, „Operational Efficiencies“, werden Probleme in der Herstellung schon behoben, bevor sie auftreten. Dies wird durch die ständige Kontrolle der Geräte auf Fehlverhalten umgesetzt.

„Building Your Intelligent Edge“

Am Nachmittag suchte sich jeder Gast eines von drei Themen aus: „Transforming Your Business“, „Building Your Intelligent Edge“ und „Azure Central Session“. Als Software-Entwickler entschied ich mich für „Building Your Intelligent Edge“. In der Session zeigten uns Carl Coken und Maarten Struys, wie man die vielen neuen Features von Azure verwendet. Sie stellten uns vor, wie man sich seine eigenen Temperatursensorknoten im Haus aufbaut. Danach bauten sie eine Verbindung in die Cloud auf. Über diese Verbindung sahen wir in der Weboberfläche, welche Temperatur gerade am Sensor gemessen wurde. Des Weiteren konnten wir die Firmware des Edge-Node über nur wenige Klicks direkt aus der Weboberfläche updaten.

Fazit „Azure Sphere“

Nach den Sessions klang der Abend gemütlich aus. Ich erhielt noch einen programmierbaren Button und konnte Kontakte zu einigen Firmen knüpfen, die Microsofts IoT-Dienste nutzen.

Insgesamt war es ein sehr informativer Tag, an dem uns Microsoft viele Neuigkeiten angekündigt und vorgestellt hat. Ich habe viel gelernt und viele Ideen mitgenommen. Am meisten interessiert mich Azure Sphere, um IoT mit mehr Security-Features auszustatten.

IotInAction-Events finden mehrmals im Jahr an verschiedensten Orten statt. Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein, wenn es das nächste Mal in meiner Umgebung stattfindet. Vielen Dank an Microsoft für diesen tollen und informationsreichen Tag!

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