Das Software Engineering Camp 2019 – First Time Story

SWEC Ninja
Unser Camp Maskottchen

Man stelle sich einen kleinen Ninja vor, mit Tastatur und Kaffeebecher gewappnet, der einem tief in die Augen schaut.
Meto-Pake sein Name, das Sinnbild des Software Engineering Camps. Dieses kleine Energiebündel wurde in die weite Welt hinausgeflyert. Seine Mission: Den SWEC-Spirit unter das Volk zu bringen. So trug es sich zu, dass auch mir ein Flyer in die Hände fiel und sogleich das Bedürfnis weckte, mal richtig den SWEC aufzudrehen. Teil einer kunterbunten und super interessanten Veranstaltung zu sein, bei der jeder seine Themen platzieren kann. Was einen wirklich erwartet, weiß man erst, wenn man dort ist. Und genau dieser Aspekt, macht das Software Engineering Camp so charmant.

Ahnungslos doch voller Neugierde wollte ich dieses Spektakel in seinem ganzen Ausmaß erleben und mitgestalten. Der Teaser gab mir einen ungefähren Eindruck, was das SWEC-Wochenende mit sich bringt: gewiefte motivierte Menschen, musikalisch untermalte Vibes, mitreißende Zockereien an unterschiedlichen Gerätschaften und etliche Gaumenfreuden. Was will man mehr? Und ich dachte, das SWEC ist nur was für Leute, die den Binärcode verstehen. Falsch gedacht, hier kommen auch Medienmenschen wie meinereins auf ihre Kosten.

Kurzerhand befand ich mich auf Xing, um mich zu dem Event anzumelden. Schließlich sind die Plätze heiß begehrt und diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ein paar Tage zogen ins Land und unsere Feelgood-Managerin alias Marketing Orga-Lady unterbreitete mir ein interessantes Angebot: „Hast du Lust, die zweite Komponente der #swec19-Moderation zu sein?“ (Anm. d. Red. keine Gewähr auf das direkte Zitat). Meine Übersprungshandlung führte zu einer direkten Zusage, ohne einen weiteren Gedanken darüber zu verlieren. Klarer Fall, lieber mittendrin statt nur dabei. Der Rest ergibt sich dann schon. Ich mein, es handelt sich um ein Barcamp, da ist doch sowieso nichts geplant. Wenn ich mich dabei mal nicht täusche…

Vor und hinter den Software Engineering Camp-Kulissen

SWEC Samstag 2019
Volles Haus beim Software Engineering Camp 2019

Als reiner Teilnehmer hat man das Gefühl, dass das SWEC eine entspannte und lässige Veranstaltung ist, die geschmeidig über die Bühne geht und nur so dahin fließt. Wenn man jedoch einen Blick hinter die Kulissen wirft und einen Teil der Vorbereitung erlebt, ist die Realität eine andere. Ich war überrascht und begeistert zugleich, wie viel Herzblut und Zeit in diesen drei Tagen steckt und wie gutes Teamwork laufen kann. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass die Teilnehmer davon angesteckt werden und eine familiäre Atmosphäre geschaffen wird. Jeder ist offen, strahlt im eigenen Naturell und teilt beflügelt seine Gedanken.

Das hat mir dabei geholfen meine Aufregung vor 150 Leuten zu sprechen, etwas in den Griff zu kriegen. Noch dazu wurde mir versichert, dass hier niemand verurteilt oder ausgelacht wird. Eins sollte man jedoch nicht tun: Seine Unwissenheit hinsichtlich der Unterscheidung von Star Wars und Star Trek vor gesammelter Mannschaft zu verkünden. Ein unüberhörbares Raunen ging durch den Raum, gefolgt von dem Angebot einer Erläuterung. Bekannterweise teilt man auf Barcamps Wissen aller Art. In den drei Tagen ist allerdings noch so viel Wissen dazu gekommen, dass ich diese Aufklärung direkt wieder vergessen habe. Schande über mein Haupt.

Mach dir deine Welt, wie sie dir gefällt

In jedem Fall hat meine erste SWEC-Erfahrung ein starkes Wiederholungsbedürfnis mit sich gebracht. Zur Einstimmung am Freitag gab es drei Lightning Talks, erste Kennenlerngespräche und ein, zwei kühle Feierabendbierchen. So startet man samstags top motiviert in einen Tag voller Sessions, gehalten von den unterschiedlichsten Menschen, über Themen jeglicher Couleur. Theoretisch könnte ich jetzt mein Projekt zerstören, das Vorgehen mit agilen Ansätzen beschleunigen und damit meine Reichweite auf Twitter vergrößern. Das wiederum könnte dazu führen, im digitalen Detox auf ein Bullet Journal umzusteigen und dem Yoga zu verfallen. Kein Thema ist ungeeignet und man findet in der Masse eigentlich immer Interessenten, die mehr darüber erfahren wollen.

Abends bekommt man eher das Gefühl auf einer WG Party zu sein, was von der Musik im Zusammenklang mit den bunten Lichtern verstärkt wird. Leute versinken im Bällebad, finden sich zum Karaoke singen ein, feiern die Hacker Jeopardy-Einlage oder lassen sich in der Zocker Lounge nieder. Ganz ehrlich, was ist das eigentlich für eine kuriose Kombination? Wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, bei so einer (Veranstalter-)Firma zu arbeiten, hätte ich nur gelacht. Das ist zu gut, um wahr zu sein, hätte ich  abwinkend geantwortet. Und dann steht man freudig im Schlafanzug und einer Zahnbürste im Mund in der Firmen-Toilette, weil man in den Büroräumen übernachtet.

Am dritten Tag stehst du übermüdet mit einem süffisanten Lächeln im Gesicht auf und freust dich auf all die anderen Gesichter. Der Vormittag ist wieder reich bestückt mit Sessions und findet seinen Abschluss im Kreise des Orga-Teams. Irgendwie ein komisches Gefühl, den Abend allein in seiner Wohnung zu verbringen, fernab von all den sprühenden Menschen und Erlebnissen. Man ist richtig aufgeladen von all den Eindrücken und Gesprächen und möchte am liebsten direkt ein neues Projekt angehen. Mit diesen Gedanken habe ich mich kurz auf mein Sofa gesetzt und bin 5 Minuten später eingeschlafen.

Wenn mich jetzt jemand fragen würde, wie mein erstes Software Engineering Camp – #SWEC – war, würde ich sagen:

Schau in Meto-Pakes Augen und du weißt, was zu tun ist.

 

P.S. Die Anmeldung für nächstes Jahr ist schon offen 😉

Claudia Filpes
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