Das 1×1 des lebendigen Online-Trainings – Teil 4: Die Moderation

Im vierten Teil unserer Blogreihe geben wir dir wertvolle Tipps für die Moderation bei Online-Trainings.

Bitte lächeln

Bitte lächeln! 🙂

Die größte Herausforderung bei Online-Trainings ist, dass du als Trainer*in die Mimik und Gestik der Teilnehmenden nicht direkt wahrnehmen kannst. So kommt schnell das Gefühl auf, gegen eine Wand zu reden. Das muss nicht sein! Male einen Smiley und klebe ihn dir an die Kamera. Das lachende Gesicht erinnert dich daran, in die Kamera zu gucken, so dass deine Teilnehmer*innen sich angesprochen fühlen. Es hilft dir auch, deine Motivation für das Training hoch zu halten.

Diskussionen leiten

Wer schon einmal auf Diskussionen bei Online-Trainings gesetzt hat, wird wahrscheinlich enttäuscht worden sein. In der Regel halten sich die Teilnehmer*innen zurück. Das gilt vor allem am Anfang des Trainings und wenn sich die Gruppe noch nicht kennt. Lass dich dann bloß nicht verleiten, weiter zu reden und noch eine Frage zu stellen. Dann sind die Teilnehmer*innen verwirrt und wissen nicht, welche Frage sie beantworten sollen. Das gleiche kann dir auch passieren, wenn du eine offene Frage in die Runde stellst, wer seine Ergebnisse vorstellen möchte. Hier brauchst du dann Geduld, bis sich jemand erbarmt. Einfacher tust du dir, wenn du Personen konkret ansprichst:

„Paul, wärst du so nett und würdest eure Gruppenergebnis vorstellen?“

Um als Trainer*in nicht den Anschein zu machen, dass einzelne Personen bevorzugt werden, kannst du dir vorher eine nachvollziehbare Reihenfolge überlegen (Gruppe 1, 2,…oder von oben links nach unten rechts vorgehen, etc.).

Flüssige Moderation: Kein Genuschel ist halb gewonnen!

Egal für welche didaktische Methode du dich entscheidest, wichtig ist, dass du sie kurz und auf den Punkt anmoderierst. Formuliere dir am besten die Aufgabenstellung vorab aus und trage sie langsam vor. Durch eine schlechte Internetverbindung kann es zu Aussetzern oder Verzögerungen bei der Tonübertragung kommen. Durch „mhhs“ oder mehrmals begonnene Sätze verstärkt sich das Gefühl für deine Zuhörer*innen, dass sie etwas nicht mitbekommen haben.

Macht’s zu zweit

Je interaktiver du dein Training gestaltest, desto anstrengender kann es für dich werden: Du präsentierst die Inhalte, die sich auf einem Bildschirm befinden, gleichzeitig behältst du den anderen Bildschirm mit dem Chat im Auge. Nebenbei achtest du darauf, in die Kamera zu schauen und zu lächeln. Gerade bei den ersten Online-Trainings und bei großen Gruppen führt das schnell zu Stress! Wir empfehlen dir daher in solchen Fällen die Arbeit mit einem*einer Co-Trainer*in. Für die Teilnehmer*innen ist ein Stimmenwechsel auch mal ganz schön!

Wächter der Zeit

Take your time!

Eine zusätzliche Herausforderung bei Online-Trainings ist das Einhalten von Zeiten für Pausen oder Übungen. In einem Präsenztraining kannst du beim Pausen-Buffet vorbeischauen und deine Teilnehmer*innen loseisen. Das funktioniert im Online-Training leider nicht! Hier haben sich zwei einfache Ansätze bewährt: Während der Pausen kannst du durch einen Timer für alle sichtbar zeigen, wann es weitergeht.

Für Übungen kannst du einen Countdown-Timer verwenden, der für alle sichtbar die verbleibende Zeit anzeigt. Einige Online-Whiteboards bieten das als integrierte Funktion an. Alternativ kannst du auch eine dedizierte Timer-Anwendung verwenden.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren!

Im fünften Teil unserer Blogserie kannst du dich auf einige Hinweise zur Technik freuen.  

Stephanie Aymans

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