Das 1×1 des lebendigen Online-Trainings – Teil 1: Die Vorbereitung

Ein Präsenztraining, das ohne Anpassungen an der Methodik als Online-Training durchgeführt wird: Das kann leicht zu einem langweiligen und anstrengenden Erlebnis für alle Beteiligten werden. In einer kleinen Blog-Serie wollen wir dir Tipps geben, wie du als Trainer*in abwechslungsreiche und lebendige Online-Trainings gestaltest. Im ersten Teil geht es um die Vorbereitung – denn sorgfältige Vorbereitung ist hier tatsächlich schon die halbe Miete!

Die Technik des Online-Trainings

Die Vorbereitung beginnt schon mit dem ersten Kontakt zu deinen Teilnehmer*innen. Vielleicht gibt es Bedenken oder Ängste bei Teilnehmer*innen aufgrund fehlender (oder schlechter!) Erfahrungen mit Online-Trainings und unzuverlässiger Technik. In deiner Einladungs-E-Mail zu deinem Training solltest du daher gleich die technischen Voraussetzungen für das Training nennen – haben die Teilnehmer*innen etwas vorzubereiten, wie z. B. Tools zu installieren oder Accounts anzulegen? Welche technische Ausstattung sollten deine Teilnehmer*innen auf jeden Fall zur Verfügung haben? Biete hier aktiv Unterstützung vor dem Training an! Ein kurzer Termin für den Technik-Check mit etwas Vorlauf stellt sicher, dass zu Beginn des Trainings alles reibungslos und entspannt läuft. Wichtig ist auch eine sinnvolle Auswahl – zu viele Tools können dein Training unnötig kompliziert machen, führen leicht zu Überforderung und technischen Problemen.

Zu vielen Tools gibt es gute Erklärvideos – diese kannst du vorab verteilen, so dass sich deine Teilnehmer*innen schon einmal mit den Tools vertraut machen können. Auch ein „Cheat Sheet“ zum Umgang mit den wichtigsten Tools ist eine gute Idee.

Der Zeitplan

In einem Präsenztraining kannst du mit einem schnellen Blick in den Raum erkennen, ob deine Teilnehmer*innen eine Pause brauchen oder Fragen zu den Inhalten haben. In einem Online-Training ist das nicht so einfach. Daher solltest du einen Seminarplan mit regelmäßigen Pausen gestalten und häufige Interaktionen mit den Teilnehmer*innen einplanen – sei es durch kleine oder größere Übungen, ein Quiz oder eine Umfrage. Mehr dazu wird es in Teil 3 unserer Blogserie geben.

Wir empfehlen, ein Online-Training in Blöcke von maximal 90 Minuten einzuteilen und danach eine längere Pause zu machen. Halte wenn möglich nicht mehr als drei 90-Minuten-Blöcke hintereinander ab. Durch den Wegfall von Reisezeiten und Hotelübernachtungskosten geben dir Online-Trainings viel Flexibilität bei der Zeitplanung: Du kannst ein Training auf halbe Tage aufteilen oder sogar in gut verdaulichen „Lernhappen“ über mehrere Wochen hinweg durchführen.

Für die vielen interaktiven Elemente in deinem Online-Training empfiehlt sich ein detaillierter Ablaufplan. Für uns hat es sich bewährt, neben den Übungen und den Lernzielen auch die verwendeten Tools und Einstellungen im Ablaufplan zu hinterlegen. So kannst du deine Trainingsblöcke so vorbereiten, dass du alle Tools und Dokumente im richtigen Moment parat hast. Denn während du in einem Präsenztraining etwas vorbereiten kannst und die Teilnehmer*innen dir dabei interessiert zusehen, langweilen sich die Teilnehmer*innen in einem Online-Training bei Pausen – und sind ganz schnell bei ihren E-Mails. Wenn doch einmal eine Pause entsteht: Kommentiere, was du tust, um die Aufmerksamkeit der Teilnehmer*innen aufrechtzuerhalten.

 

Abb. 1: Beispiel für einen Ablaufplan

In Teil 2 unserer Blogserie werden wir uns der Durchführung des Online-Trainings widmen und weitere Tipps zur methodischen Gestaltung geben.

Stephanie Aymans
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